Galicien ist für mich einer der eindrucksvollsten Küstenabschnitte Spaniens – eine wilde, grüne Region mit unzähligen kleinen Paradiesen zwischen Atlantik und Kantabrischem Meer. Zwischen dramatischen Klippen, duftenden Pinien und glasklarem Wasser verbergen sich echte Juwelen: von einsamen, fast unberührten Buchten über lange Sandstrände bis hin zu türkisfarbenen Traumstränden auf den Inseln Cíes, Ons oder Arousa.
Die beste Zeit, um diese Strände so richtig zu genießen, ist ganz klar der Sommer. Im Juli und August ist das Wasser ein bisschen wärmer – wobei „warm“ im galicischen Maßstab zu verstehen ist 😉 – und viele Strände laden dann wirklich zum Baden ein. Wichtig: An den bekanntesten Stränden kann es in der Hauptsaison voll werden. Wenn du einen Parkplatz suchst oder einfach ein ruhiges Plätzchen am Meer haben willst, lohnt es sich, früh da zu sein.
Nach mehreren Reisen durch Galicien – auch auf einer Rundfahrt mit dem Auto – habe ich dir hier meine persönlichen Favoriten unter den galicischen Stränden zusammengestellt. Viel Spaß beim Entdecken!
🙋♂️ Ein Tipp von Carlos
Wenn du – wie ich – nicht nur die Städte erkunden, sondern auch die schönsten Ecken im grünen Norden Spaniens entdecken willst, dann brauchst du definitiv ein Auto.
Die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren zwar ganz gut, aber sie bringen dich längst nicht überall hin.
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Contents
- 1 Playa de las Catedrales – ein Naturwunder aus Stein
- 2 Strände auf der Insel Arousa – kleine Buchten und türkisfarbenes Wasser
- 3 Playa da Pedras Negras – Postkartenidylle wie auf den Seychellen
- 4 Playa de Nosa Señora
- 5 Castiñeiras – einer der schönsten Strände Galiciens
- 6 Playa do Vilar – wilde Natur mitten im Dünenpark
- 7 Playa de la Lanzada – endlose Weite und perfekte Wellen
- 8 Playa de Melide – Zwischen Pinienwald und Atlantik
- 9 Playa de Santa Comba – Smaragdgrünes Wasser und ein magischer Ort
- 10 Playa de Area dos Cans – Inseltraum mit Wanderlust
- 11 Playa de Carnota – Ein endloser Strand inmitten von Natur
- 12 Playa de O Vao – Glasklares Wasser und versteckte Ecken bei Vigo
- 13 Playa de Rodas (Islas Cíes) – Karibik-Feeling in Galicien
- 14 Mein Fazit zu den schönsten Stränden in Galicien
Playa de las Catedrales – ein Naturwunder aus Stein

Die Playa de las Catedrales in der Provinz Lugo gehört für mich zu den beeindruckendsten Orten in ganz Galicien – ein Ort, an dem das Meer und der Wind über Tausende von Jahren riesige Steinbögen und Felstürme geformt haben, die an gotische Kathedralen erinnern.
Kein Wunder, dass dieser Ort zum Nationaldenkmal erklärt wurde und mittlerweile zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Norden Spaniens zählt. Gerade deshalb ist es wichtig, rechtzeitig eine Besuchserlaubnis zu beantragen – ohne die kommt man in der Hochsaison nicht rein.
Wenn du hinfährst, schau dir auf jeden Fall vorher den Gezeitenkalender an. Nur bei Ebbe kannst du den berühmtesten Teil der Felsformationen zu Fuß erreichen.
Baden ist hier grundsätzlich erlaubt, aber mit Vorsicht. Falls dir zu viele Leute unterwegs sind, kannst du einfach zu den benachbarten Stränden Os Castros, das Covas oder Esteiro weiterziehen – auch wunderschön, aber viel ruhiger.
Strände auf der Insel Arousa – kleine Buchten und türkisfarbenes Wasser

Die Insel Arousa, die zur Provinz Pontevedra gehört und über eine fast zwei Kilometer lange Straße mit dem Festland verbunden ist, hat meiner Meinung nach einige der schönsten Strände Galiciens – vor allem im Naturpark Carreirón.
Wenn du hier eine kleine Wanderung machst, kommst du an traumhaften Buchten vorbei, zum Beispiel der Playa de Xastelas, Playa de Lombeira oder der Praia do Resvello. Eine schöner als die andere – und perfekt zum Schnorcheln, denn das Wasser ist kristallklar und der Meeresgrund felsig und spannend.
Nach dem Spaziergang kannst du mit dem Auto noch zum Leuchtturm Punta Cabalo fahren, um den Sonnenuntergang zu erleben. Ganz in der Nähe findest du außerdem kleine, fast versteckte Badebuchten wie Os Bufos mit karibisch türkisfarbenem Wasser – ein echtes Paradies.
Playa da Pedras Negras – Postkartenidylle wie auf den Seychellen

Bei unserer letzten Rundreise durch Galicien – wir waren über einen Monat unterwegs – sind wir eines Morgens ganz früh zum Parkplatz am Yachthafen von San Vicente do Mar gefahren. Von dort aus startet der „Sendero de las Piedras Negras“, ein etwa zwei Kilometer langer Küstenpfad – und ganz ehrlich: es war die beste Entscheidung des Tages.
Der Weg führt direkt an der Küste entlang, durch eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch: kristallklares Wasser, runde Granitfelsen, kleine Buchten – es fühlt sich an, als wäre man auf den Seychellen gelandet. Am Ende des Weges erreichst du dann die traumhafte Playa de Canelas, perfekt zum Abschalten und einfach nur genießen.
Playa de Nosa Señora

Auch wenn die benachbarte Praia de Rodas zurecht als die berühmteste gilt – 2007 vom britischen Guardian sogar zur besten der Welt gekürt – gehört die Praia de Nosa Señora für mich definitiv zu den schönsten Stränden Galiciens.
Sie liegt auf den paradiesischen Cíes-Inseln, nur etwa zehn Minuten zu Fuß vom Hafen und der Rodas entfernt, und ist mit ihren 120 Metern feinstem weißen Sand und türkisblauem Wasser der perfekte Ort, um nach der anstrengenden Wanderung zum Leuchtturm – rund 7 Kilometer, größtenteils bergauf, in etwa 3 Stunden – einfach mal abzuschalten und durchzuatmen.
Auch die Praia de Figueiras, oft „Strand der Deutschen“ genannt und traditionell ein FKK-Strand, zählt zu meinen Favoriten – nicht nur auf den Cíes, sondern in ganz Galicien.
Castiñeiras – einer der schönsten Strände Galiciens

In den beliebten und landschaftlich einmaligen Rías Baixas, ganz am Ende der Halbinsel Morrazo, liegen einige der schönsten Strände Galiciens – darunter Castiñeiras, San Xián und Pintens.
Diese Strände an der Ría de Aldán sind gut geschützt vor Wind und starkem Wellengang. Das Wasser ist hier deutlich wärmer als in den offeneren Rías von Pontevedra oder Vigo. Wenn du im Sommer herkommst, fühlst du dich mit dem türkisgrünen Wasser und dem weißen Sand fast wie in der Karibik.
Ein kleiner Nachteil ist das begrenzte Parkplatzangebot – und wie bei vielen Stränden in Galicien gibt es hier keine Infrastruktur. Also am besten Getränke und etwas zu essen mitbringen, wenn du den Tag hier verbringen möchtest.
Playa do Vilar – wilde Natur mitten im Dünenpark

Die Playa do Vilar, im Naturpark Dunas de Corrubedo mit seinen Lagunen Carregal und Vixán, ist für mich eine der beeindruckendsten Strände Galiciens.
In diesem riesigen geschützten Naturgebiet verstecken sich über fünf Kilometer wilde Strände, aber das Highlight ist ohne Zweifel die riesige Wanderdüne, die bis zu 250 Meter breit und 20 Meter hoch wird. Außerdem gibt es mehrere Salz- und Süßwasserlagunen, in denen sich oft Vögel beobachten lassen.
Ich empfehle dir, dein Auto am Besucherzentrum in O Vilar abzustellen und dann zu Fuß über Holzstege zur Playa do Vilar zu spazieren. Der Weg ist super schön, aber sei vorsichtig beim Baden – die Brandung hier ist ziemlich kräftig.
Wenn du danach noch Lust hast, lohnt sich die kurze Autofahrt hinauf zum Aussichtspunkt Pedra da Rá – von dort hast du einen fantastischen Blick über die Dünenlandschaft und die ganze Küste.
Playa de la Lanzada – endlose Weite und perfekte Wellen

Die Playa de la Lanzada gehört nicht nur zu den bekanntesten Stränden Galiciens, sondern ist auch super leicht zu erreichen. Sie liegt auf der wunderschönen Halbinsel O Grove und bietet über zwei Kilometer feinsten, weißen Sand – ideal, um sich mal richtig auszubreiten.
Dank der glasklaren Wellen, einem breiten Serviceangebot mit Duschen, Toiletten und Liegestühlen und genügend Platz ist sie auch perfekt für Familien geeignet. Wer möchte, kann sich beim Surfen oder Windsurfen austoben – hier geht beides richtig gut.
Nach dem Baden empfehle ich dir, einfach barfuß weiter Richtung Playa da Lapa und Area Gorda zu spazieren – direkt am Atlantik entlang. Und wenn du den Tag perfekt ausklingen lassen willst, mach unbedingt noch einen Abstecher zur Kapelle Nosa Señora de Lanzada. Der Sonnenuntergang mit Meerblick ist einfach magisch.
Playa de Melide – Zwischen Pinienwald und Atlantik

Die wunderschöne Playa de Melide liegt versteckt am Ende einer meiner Lieblingswanderungen in Galicien: der Ruta de los Faros am Cabo Home. Startpunkt ist der fantastische Aussichtspunkt „Mirador de la Caracola“, einer der besten Orte, um den Sonnenuntergang mit Blick auf den Atlantik zu erleben.
Der Weg führt dich an imposanten Klippen entlang und an fotogenen Leuchttürmen wie dem von Cabo Home oder Punta Robaleira, mit spektakulärem Blick auf die vorgelagerten Atlantikinseln. Und am Ende wartet sie: eine geschützte Bucht mit feinem Sand, etwa 250 Meter lang, umgeben von Pinienwald und mit blau-türkisem Wasser – einfach traumhaft.
Falls du dir die Wanderung sparen möchtest, kannst du auch mit dem Auto bis zum Parkplatz von Punta Saborido fahren – von dort sind es nur noch 15 Minuten zu Fuß bis zum Strand.
Playa de Santa Comba – Smaragdgrünes Wasser und ein magischer Ort

Die Playa de Santa Comba bei Ferrol ist einer dieser Strände, die dich schon beim ersten Anblick verzaubern. Fast 1,5 Kilometer lang, naturbelassen und mit kristallklarem Wasser – ein echter Geheimtipp!
Besonders besonders: Am einen Ende des Strandes thront auf einem alten keltischen Siedlungsplatz die Ermita de Santa Comba, eine kleine Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die dem Ort etwas Magisches verleiht.
Du kannst dein Auto an beiden Enden des Strandes parken, aber mein Tipp: Parke am Heiligtum und gehe bei Ebbe unbedingt zur Cala das Fontes – eine winzige Bucht mit smaragdgrünem Wasser, umgeben von Klippen und der Insel Santa Comba direkt vor der Nase. Ein Ort zum Träumen.
Playa de Area dos Cans – Inseltraum mit Wanderlust

Zum Abschluss dieser Liste der schönsten Strände in Galicien möchte ich dir noch einen besonderen Tipp geben: die Isla de Ons. Diese beeindruckende Insel erreichst du ganz einfach per Boot – zum Beispiel von Portonovo, Vigo, Bueu oder Sanxenxo aus.
Meine zwei Lieblingsstrände dort sind ganz klar Canexol und Area dos Cans. Sie sind perfekt, wenn du morgens Lust auf ein kleines Abenteuer hast: Die Südroute bringt dich in rund 2,5 Stunden (6 Kilometer) zum Mirador de Fedorentos und dem beeindruckenden Buraco do Inferno. Danach kannst du dich im kristallklaren Wasser dieser Strände wunderbar entspannen.
Und wenn du dein Picknick mitgebracht hast – kein Problem! Es gibt Picknickplätze und gleich in der Nähe auch einige charmante Lokale wie das Casa Acuña, die Bar O Pirata oder das Casa Checho, wo du etwas zu essen oder trinken bekommst.
Wenn du mehr Zeit hast, lohnt sich auch die Nordroute: ca. 8 Kilometer, 3 Stunden, vorbei an der traumhaften Playa de Melide. Absolut lohnenswert!
Playa de Carnota – Ein endloser Strand inmitten von Natur

Die Playa de Carnota gehört zu den beeindruckendsten Stränden Galiciens – und das nicht nur wegen ihrer über 7 Kilometer Länge. Ja, du hast richtig gelesen: Platz für dein Handtuch ist hier garantiert!
Bei Ebbe wird der Strand sogar über 500 Meter breit und bietet jede Menge Raum zum Abschalten. Und obwohl er so groß ist, findest du im Sommer einige Chiringuitos, Duschen und Toiletten – perfekt, um einen ganzen Tag am Meer zu verbringen.
Was ich besonders mag: Der Strand liegt an einem geschützten Feuchtgebiet mit Dünen und Marschland, wo viele Zugvögel und einzigartige Pflanzenarten leben. Wenn du gern aktiv bist, kannst du hier auch wandern, kayaken, surfen, kitesurfen oder windsurfen – dank der offenen Lage weht der Wind oft kräftig genug. Ein echtes Naturparadies!
Playa de O Vao – Glasklares Wasser und versteckte Ecken bei Vigo

Nur acht Kilometer vom Zentrum Vigos entfernt beginnt die Küstenzone – und die Playa de O Vao ist eine meiner Lieblingsstrände in der Gegend. Sie ist zwar etwas kürzer als die berühmte Playa de Samil, aber mit 45 Metern Breite bietet sie viel Platz und vor allem ein junges, lebendiges Ambiente.
Die Bucht von Toralla, in der sie liegt, gehört zur Gegend Coruxo. Das Wasser hier ist kristallklar und schimmert grün, der Sand ist fein und weiß – einfach perfekt. Auf der linken Seite findest du Dünen, die an die Überreste der römischen Villa Mirambel und an die Brücke zur privaten Insel Toralla grenzen.
In der Mitte des Strandes gibt es sogar einen kleinen Wald, ideal zum Picknicken oder für eine Pause im Schatten. Und wenn du dich für FKK oder ruhige Ecken interessierst, dann ist die Cala del Baluarte auf der rechten Seite des Strandes genau das Richtige für dich.
Playa de Rodas (Islas Cíes) – Karibik-Feeling in Galicien

Die Playa de Rodas zählt nicht nur zu den schönsten Stränden Galiciens, sondern ganz Spaniens – und sogar Europas. Die Einheimischen nennen sie liebevoll «die Karibische», und das ist kein Zufall: Hier findest du feinen, weißen Sand und smaragdgrünes Wasser, das sofort Urlaubsgefühle weckt.
Kleiner Haken: Die Wassertemperatur erinnert eher an den Atlantik als an die Karibik – erfrischend ist also garantiert.
Der Strand erstreckt sich über 1.300 Meter und verbindet die Inseln Monteagudo und Faro. Und wer gerne taucht, ist hier genau richtig: Die Gewässer rund um die Islas Cíes gelten als echtes Paradies für Schnorchler und Taucher.
Mein Fazit zu den schönsten Stränden in Galicien
Egal ob du auf der Suche nach einsamen Buchten, feinem weißen Sand, kristallklarem Wasser oder einfach nach wilder, unberührter Natur bist – Galicien hat wirklich für jeden etwas zu bieten. Ich persönlich habe bei jeder Reise neue Lieblingsorte entdeckt, ob auf den Inseln Cíes, an der wilden Costa da Morte oder in den stillen Buchten des Morrazo.
Was ich dir auf jeden Fall empfehle: Früh losfahren, genug Essen und Trinken mitnehmen (vor allem bei den abgelegeneren Stränden) und dich einfach treiben lassen. Und vielleicht – so ging es mir zumindest – verliebst du dich genauso wie ich in diese ganz besondere Küste ganz im Norden Spaniens.
Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, wirf gern auch einen Blick auf meine anderen Beiträge über Galicien. Viel Spaß beim Planen – und vor allem beim Entdecken!