Diese Liste ist keine klassische „Top 10“, sondern eine persönliche Sammlung von besonderen Orten im Baskenland, die ich nach und nach erweitern werde. Es gibt einfach zu viele Ecken, die es verdient haben, entdeckt zu werden.

Das Baskenland im Nordosten Spaniens ist für mich eine der spannendsten Regionen des Landes: eine perfekte Mischung aus atemberaubender Natur, charmanten Fischerdörfern, pulsierenden Städten mit historischem Flair – und natürlich einer Küche, die mit zu den besten der Welt zählt. Die Menschen hier haben starke kulturelle Wurzeln und empfangen dich mit einer Herzlichkeit, die man so schnell nicht vergisst.

Am meisten Spaß macht eine Rundreise mit dem Auto, um überall anzuhalten, wo es einem gefällt. Aber wenn du nicht fahren willst, kannst du auch gut in Bilbao oder San Sebastián übernachten und von dort aus Tagesausflüge unternehmen – mit Bus oder Bahn, oder auch organisiert.

Die beste Reisezeit ist zwischen April und Oktober, wenn das Wetter mitspielt und es weniger regnet. Wenn du aber auf hohe Preise und volle Strände verzichten willst, dann meide lieber den Hochsommer – also Juli und August.

Ich habe diese Liste auf Basis meiner eigenen Reise durchs Baskenland zusammengestellt. Und glaub mir: Diese Region gehört zu den schönsten in ganz Spanien. Und jetzt – lass uns loslegen!


🙋‍♂️ Ein Tipp von Carlos
Wenn du – wie ich – nicht nur die Städte erkunden, sondern auch die schönsten Ecken im grünen Norden Spaniens entdecken willst, dann brauchst du definitiv ein Auto.

Die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren zwar ganz gut, aber sie bringen dich längst nicht überall hin.
Mit einem Mietwagen bist du flexibel und kannst ganz entspannt überall anhalten, wo es dir gefällt.

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San Sebastián – ein Muss im Baskenland

San Sebastián ist für mich die wahre Perle des Baskenlands – und ehrlich gesagt eine der schönsten Städte ganz Spaniens. Wer sie einmal besucht, versteht sofort, warum so viele Menschen immer wieder hierher zurückkehren. Es ist eine Stadt, die einen fesselt.

Der unangefochtene Star ist natürlich die berühmte Playa de la Concha, ein eleganter Stadtstrand mit nostalgischem Flair, der jedes Jahr tausende Besucher begeistert. Spaziert man weiter über die benachbarte Playa de Ondarreta, kommt man am charmanten Miramar-Palast vorbei und erreicht schließlich das beeindruckende Kunstwerk Peine del Viento, wo die Wellen des Atlantiks dramatisch gegen die riesigen Bronzeskulpturen krachen – ein echtes Spektakel.

Abseits der Strände lohnt sich ein Bummel durch die hübsche Altstadt. Besonders sehenswert sind die Basilika Santa María del Coro, die Kathedrale Buen Pastor und das San-Telmo-Museum. Letzteres liegt am Fuße des weniger bekannten Monte Urgull, einer grünen Oase mit herrlichem Blick und der alten Festung Mota, die lange als uneinnehmbar galt.

Und wenn du Lust auf einen Panoramablick hast, dann empfehle ich dir, mit der Standseilbahn auf den Monte Igeldo zu fahren. Von dort oben sieht man ganz Donostia in seiner vollen Pracht – spätestens dann wirst du dich unweigerlich in diese Stadt verlieben.


Bilbao – Moderne, Tradition und Pintxos im Herzen des Baskenlands

Es ist zwar nicht die Hauptstadt und vielleicht auch nicht die schönste Stadt der Region (diesen Titel würde ich eher San Sebastián geben), aber irgendwie hat Bilbao es geschafft, sich in ein echtes Juwel zu verwandeln. Für mich vereint Bilbao alles, was das Baskenland ausmacht: eine Mischung aus spannender Architektur, einer charmanten, autofreien Altstadt und – natürlich – einer Küche, die von Pintxos dominiert wird und einfach unschlagbar ist.

Ich muss ehrlich sagen: Bei meinem letzten Besuch habe ich mich ein Stück weit mit der Stadt versöhnt. Das alte Bild einer grauen, industriellen Stadt hat sich komplett gewandelt. Heute ist Bilbao grün, ruhig, modern und unglaublich lebenswert. Und das verdankt es vor allem einem: dem Guggenheim-Museum, das mittlerweile als das Wahrzeichen der Stadt gilt.

Sehenswürdigkeiten gibt es hier jede Menge: Von der versteckt liegenden Kathedrale von Santiago, über die umstrittene Zubizuri-Brücke von Calatrava, bis hin zur Plaza Nueva, wo man wunderbar in die Welt der Pintxos eintauchen kann. Und wenn du etwas außerhalb des Zentrums unterwegs bist, solltest du unbedingt der Basilika von Begoña einen Besuch abstatten – sie ist der Schutzpatronin der Stadt gewidmet und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bilbao.


Vitoria – Nachhaltig, charmant und oft unterschätzt

Grün, grüner, Vitoria. Die Hauptstadt des Baskenlandes ist gleichzeitig auch seine nachhaltigste. Und ganz ehrlich: Vitoria stand bei mir lange irgendwie im Schatten. Sie konnte nicht mit dem modernen Vibe von Bilbao mithalten – und auch nicht mit dem Charme von San Sebastián und seinen Stränden.

Diese Stadt ohne große Wahrzeichen, irgendwo im Landesinneren, schien für viele irgendwie „nichts Halbes und nichts Ganzes“ zu sein. Aber das hat sich komplett geändert. Heute ist Vitoria der beste Beweis dafür, dass guter Städtebau zählt, dass Parks und Grünflächen pure Lebensqualität bedeuten – und dass sich Tourismus oft aus kleinen, ehrlichen Dingen aufbaut.

Besonders ins Herz geschlossen habe ich die gemütliche Altstadt mit der Kathedrale Santa María, dem Plaza de España mit vielen leckeren Pintxos-Bars, dem Plaza de la Virgen Blanca, dem Plaza del Machete oder den bekannten Arquillos, diesen eleganten Arkadengängen aus dem 18. Jahrhundert.

Und was du wirklich nicht verpassen solltest, ist der sogenannte Grüne Ring von Vitoria – ein Rundweg durch Wälder, Gärten, Feuchtgebiete und Naturparks, der sich einmal um die Stadt zieht. Ideal zum Spazieren, Radfahren oder einfach zum tief Durchatmen. Wenn du nach einem Ort suchst, um kurz aus dem Trubel rauszukommen und echtes baskisches Lebensgefühl zu spüren, dann ist Vitoria genau das Richtige.


San Juan de Gaztelugatxe – Magie zwischen Himmel, Meer und Fels

Die kleine, uralte Kapelle von San Juan, die oben auf dem Felsen von Gaztelugatxe thront, ist nur das Ziel – aber wie so oft beim Reisen, liegt das wahre Erlebnis im Weg dorthin. Und genau das ist hier der Fall.

Am Rande des kantabrischen Meeres gelegen – das hier übrigens ziemlich wild toben kann – ist es vor allem die spektakuläre Steintreppe mit 237 Stufen, die Gaztelugatxe zu einem absolut magischen Ort macht. Der Weg schlängelt sich steil nach oben, vorbei an Felsen und Wellen – und wenn du dann oben ankommst und die Aussicht genießt… wow. Nur wenige Orte auf der Welt können so mit ihrer Atmosphäre und Naturkulisse beeindrucken wie dieser.

Und ja, falls dir der Ort bekannt vorkommt: Du hast ihn bestimmt in Game of Thrones gesehen – hier war Drachenstein! Genau das hat natürlich dazu geführt, dass jedes Jahr mehr und mehr Besucher kommen. Deshalb hat die Provinzregierung von Bizkaia beschlossen, die Besucherzahlen zu regulieren – mit kostenlosen, aber verpflichtenden Eintrittstickets. Also: Unbedingt frühzeitig buchen!

🌊 Aktivitäten, die sich lohnen:

  • Bootstour rund um San Juan de Gaztelugatxe
  • Bootstour entlang der Küste von Urdaiba


Hondarribia – Farbenfrohe Gassen und maritimes Flair an der französischen Grenze

Jetzt geht’s ganz in den Osten des Baskenlands, direkt an die Grenze zu Frankreich: Hondarribia (auf Spanisch) oder Fuenterrabía (auf Baskisch). Für mich ist es eines der charmantesten Dörfer in ganz Gipuzkoa – und das will etwas heißen.

Hier findest du wirklich alles, was das Baskenland so besonders macht:
Eine lange, feinsandige Strandpromenade, die vor allem im Sommer zum Baden und Sonnen einlädt, einen wunderschönen Hafen, einen historischen Stadtkern mit Kopfsteinpflaster und alten Häusern – und ganz besonders den bunten Stadtteil La Marina, früher ein Fischerviertel. Die Holzbalkone leuchten in kräftigem Grün, Rot und Blau und rundherum findest du gemütliche Sidrerías und Tapas-Bars mit viel Atmosphäre.

Besonders beeindruckend ist auch das alte Schloss von Karl V., das heute als Parador-Hotel dient – wenn du die Chance hast, dort zu übernachten, mach es!

Direkt gegenüber, getrennt nur vom Fluss Bidasoa, liegt übrigens Hendaye – also Frankreich! Dort kannst du entspannt den langen Strand genießen oder das elegante Schloss Abbadia aus dem 19. Jahrhundert besuchen.


San Juan de Luz –  Eleganz trifft Baskenflair

San Sebastián ist ja an sich schon ein echtes Highlight. Aber wenn du ein bisschen mehr Zeit hast und Lust verspürst, über die Grenzen des spanischen Baskenlands hinauszuschauen, dann empfehle ich dir wärmstens einen kleinen Roadtrip entlang der Kantabrischen Küste – rüber ins französische Baskenland. Es lohnt sich wirklich.

Nur knapp 15 Kilometer von Hendaye entfernt liegt Saint-Jean-de-Luz, ein echtes Schmuckstück an der französischen Küste. Der Weg dorthin über die malerische D912 entlang von Klippen und grünen Hügeln ist schon ein Erlebnis für sich. Gleich am Anfang passierst du Ciboure, wo dir schnell auffällt, dass die charmante baskische Architektur auch jenseits der Grenze zuhause ist.

In Saint-Jean-de-Luz solltest du auf keinen Fall die Kirche Saint-Jean-Baptiste verpassen – berühmt für ihre beeindruckende Holzgalerie. Dann geht’s weiter zum Hafen und dem kleinen Leuchtturm, ein kurzer Abstecher ins Casino La Pergola und natürlich ein Spaziergang entlang der Grand Plage, dem großen Stadtstrand.


Biarritz – mondän und maritim

Noch ein Stück weiter nördlich wartet das elegante Biarritz auf dich. Die Stadt war einst der Lieblingskurort von Eugénie de Montijo, der Frau von Napoleon III, und sie hat ihren alten Glanz nie ganz verloren. Wenn du durch die Stadt läufst, spürst du noch immer diesen Hauch von Belle Époque.

Du kannst am alten Fischerhafen flanieren, dir das berühmte Hôtel du Palais ansehen (heute ein Luxushotel direkt an der Grand Plage) oder dich im Casino Bellevue umschauen. Klar, Biarritz hat sich verändert – aber das Flair ist geblieben. Und genau das macht es so besonders.


Bayonne – mein persönlicher Favorit im französischen Baskenland

Die dritte im Bunde – neben Saint-Jean-de-Luz und Biarritz – ist das charmante Bayonne, nur wenige Kilometer von Biarritz entfernt. Und ich muss ehrlich sagen: Vielleicht ist es mein Lieblingsort im gesamten französischen Baskenland. Die Stadt hat so eine besondere Aura – ruhig, geschichtsträchtig und einfach zum Verlieben.

Was du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest: die alten Stadtmauern, das Rathaus, die Place Pasteur, die beeindruckende Kathedrale Sainte-Marie und natürlich das Musée Bonnat-Helleu, das Werke von Größen wie Murillo, El Greco, Rembrandt, Michelangelo und sogar Leonardo da Vinci beherbergt.

Und das ist nur ein kleiner Vorgeschmack. Es gibt noch viele weitere Ecken, die du selbst entdecken kannst – und genau das macht Bayonne so besonders.


Zarautz – Sonne, Meer und baskischer Charme

Der touristische Reiz dieses Ortes liegt ganz klar in seiner natürlichen Schönheit. Und an erster Stelle steht der herrliche Strand von Zarautz – der längste im gesamten Baskenland. Ideal, um ein paar entspannte Stunden in der Sonne zu verbringen, im Meer zu baden oder einfach dem Klang der Wellen zu lauschen.

Doch Zarautz hat noch mehr zu bieten als nur Strand: ein kleines, aber feines historisches Zentrum, in dem Highlights wie der Palast von Narros, der Torre Luzea, die Casa Makatza oder die Kirche Nuestra Señora la Real auf dich warten. Ein wunderbarer Ort, um ein paar Stunden zu flanieren und das authentische Baskenland zu spüren.


Getaria – Zwischen Meer, Geschichte und einem Glas Txakoli

Unser nächster Halt im Baskenland ist Getaria. Nur knapp fünf Kilometer von Zarautz entfernt, erreichst du das hübsche Fischerdorf über eine kurvige Küstenstraße mit spektakulären Ausblicken – oder du machst den Spaziergang direkt zu Fuß, was sich absolut lohnt!

In Getaria angekommen, erwartet dich als Erstes das Denkmal für Juan Sebastián Elcano, den berühmten Seefahrer aus dem Ort. Direkt daneben liegt der lange Strand von Getaria, von dem der Blick unweigerlich zum Inselberg San Antón wandert – bei den Einheimischen liebevoll „die Maus von Getaria“ genannt.

Neben der beeindruckenden Natur punktet Getaria auch mit einem charmanten historischen Zentrum, in dem vor allem das Rathaus und die gotische Kirche San Salvador mit ihrer beeindruckenden Fassade hervorstechen. Und natürlich darfst du nicht vergessen, hier ein Gläschen Txakoli, den typischen Weißwein der Region, zu probieren – frisch, fruchtig und einfach lecker!


Zumaia – Wo das Meer auf Jahrmillionen Geschichte trifft

Wir sind in Zumaia, nur etwa zehn Minuten von Getaria entfernt. Dieser hübsche Ort an der Küste von Gipuzkoa gehört definitiv zu den schönsten Dörfern im Baskenland. Hier erwartet dich ein langer Sandstrand mit goldfarbenem Sand, zwei spannende Museen – eines gewidmet dem Bildhauer Julio Beobide, das andere dem Maler Ignacio Zuloaga –, die alte Kirche San Pedro und eine wirklich charmante Altstadt.

Was du auf keinen Fall verpassen solltest, ist die Ermita de San Telmo, die spektakulär auf einer Klippe direkt über dem Meer thront. Und dann wäre da noch der berühmte Flysch – eine geologische Gesteinsformation, die sich entlang des Strands Itzurun zieht und einfach atemberaubend aussieht. Ich bin mir sicher, dass du diesen Ort genauso wenig vergessen wirst wie ich.


Die Route der drei Heiligtümer – Spirituelle Entdeckungsreise im Herzen von Gipuzkoa

Jetzt geht’s ins grüne Landesinnere von Gipuzkoa, zu einer meiner liebsten kulturellen Routen im Baskenland: der Route der drei Heiligtümer. Diese drei religiösen Orte, die alle mit Ignatius von Loyola verbunden sind, gehören zu den bedeutendsten spirituellen und kulturellen Sehenswürdigkeiten der Region.

Die Route beginnt im Wallfahrtsort Loyola, im gleichnamigen Ort. Dieser beeindruckende Barockbau wurde zu Ehren von Ignatius von Loyola errichtet, dem Gründer des Jesuitenordens, und basiert auf den Plänen eines italienischen Architekten. Direkt daneben befindet sich auch das Geburtshaus des Heiligen, das ebenfalls besichtigt werden kann.

Danach geht es weiter nach Zumárraga, wo dich die wunderschöne Ermita de la Antigua erwartet. Diese romanische Kapelle aus dem 12. Jahrhundert, auch bekannt als die „Kathedrale der Eremitagen“, wurde auf den Resten einer alten Verteidigungsanlage errichtet – ein echter Geheimtipp!

Den krönenden Abschluss bildet das Heiligtum von Arantzazu, das durch seine moderne Architektur und seine spektakuläre Lage inmitten von Bergen, Wäldern und kleinen Flüssen beeindruckt. Besonders eindrucksvoll ist die Fassade von Eduardo Chillida und die majestätische Kirche, die mitten in der Natur zum Innehalten einlädt.


Tolosa – Tradition, Geschichte und Wochenmarktflair

Wir machen uns auf ins Landesinnere des Baskenlands, um Tolosa zu entdecken – die ehemalige Hauptstadt der Provinz Gipuzkoa und eine der charmantesten Städte der Region. Die Stadt zeugt mit ihrer Architektur und ihren historischen Bauten von einer glanzvollen Vergangenheit, die eng mit den Flüssen Oria und Erretengibel verbunden ist.

In Tolosa erwartet dich eine wunderschöne Altstadt mit schmalen Gassen, die von zahlreichen kleinen Plätzen durchzogen sind – allen voran die Plaza Euskal Herria. Zu den Highlights zählen die beeindruckende Pfarrkirche Santa María aus dem 17. Jahrhundert, das Kloster Santa Clara und mehrere alte Paläste wie der Palacio de Atodo oder Palacio de Aramburu.

Doch das schönste Bild von Tolosa bekommst du am Tinglado, auf Baskisch Zerkausia: eine überdachte Markthalle direkt am Fluss, wo sich jeden Samstag und Sonntag Landwirte und Erzeuger aus der Umgebung treffen, um ihre Produkte anzubieten. Ein Ort voller Leben, Farben und baskischer Authentizität!


Gernika – Das historische Herz des Baskenlands

Gernika braucht eigentlich keine große Vorstellung. Diese Stadt ist das historische Zentrum des Baskenlands und einer der symbolträchtigsten Orte der gesamten Region. Hier steht der berühmte Baum der Versammlungen (Árbol de Gernika), ein jahrhundertealtes Symbol der baskischen Freiheitsrechte.

Früher versammelten sich unter diesem Baum die Herren der Provinz Bizkaia, um Gesetze zu erlassen – und auch die Könige Spaniens kamen hierher, um zu schwören, dass sie die traditionellen baskischen Rechte respektieren würden. Noch heute ist der Ort tief mit der baskischen Identität verbunden: Direkt vor der Rednertribüne im Garten steht der aktuelle Baum, unter dem die Lehendakaris (die baskischen Regierungschefs) ihren Amtseid ablegen. Gleich daneben findest du auch den Stamm des alten Baumes, der als Denkmal erhalten wurde.

Ein Besuch in Gernika ist also weit mehr als eine Sightseeing-Tour – es ist ein Eintauchen in das Herz und die Geschichte des Baskenlands.

Einige weitere sehenswerte Orte in Gernika sind der Palast Alegría, nur ein paar Schritte vom Versammlungshaus entfernt, in dem sich heute das interessante Museum der Euskal Herria befindet. Ebenfalls lohnenswert ist ein Spaziergang durch den Europa-Park, wo du die bekannte Skulptur “Das Haus unseres Vaters” von Eduardo Chillida entdecken kannst. Und natürlich darf auch ein Besuch der Pfarrkirche Santa María nicht fehlen, ein eindrucksvolles Gotteshaus mit viel Geschichte.

Und wenn du etwas mehr Zeit hast, lohnt sich ein Abstecher in die Umgebung: Das Biosphärenreservat Urdaibai ist ein traumhaft schöner Naturpark mit Flussmündungen, grünen Hügeln und einer einzigartigen Tierwelt – perfekt für eine kleine Wanderung oder einfach, um die Natur zu genießen.


Bermeo: Tradition, Fischerei und echte Küstenatmosphäre

Ebenfalls in der Region Busturialdea-Urdaibai liegt Bermeo, ein traditionsreiches Küstenstädtchen mit echter Seele und tief verwurzelter Fischereikultur. Der Ort beherbergt einen der bedeutendsten Häfen des gesamten Kantabrischen Meers – und obwohl Bermeo nicht zu den touristischsten Gemeinden an der Küste von Bizkaia gehört, hat es einiges zu bieten.

Besonders schön ist ein Spaziergang durch den Park La Lamera, oder ein Besuch im Ercilla-Turm, in dem sich heute das kleine, aber interessante Fischereimuseum befindet. Ebenfalls sehenswert ist die Kirche Santa Eufemia, in der einst Eide geschworen wurden – ein gotisches Bauwerk mit viel Geschichte.

Nur ein paar Kilometer entfernt liegt Mundaka, ein charmantes Örtchen, das besonders im Sommer gut besucht ist. Dort lohnt sich ein kurzer Halt am kleinen Sporthafen, der – ganz im Gegensatz zum geschäftigen Hafen in Bermeo – eine eher ruhige und maritime Atmosphäre bietet.


Lekeitio: Ein maritimes Kleinod im Baskenland

Lekeitio ist eines der großen Highlights im Baskenland – für mich ein absoluter Pflichtbesuch. Dieses charmante Küstendorf liegt in der Provinz Bizkaia, in der Region Lea Artibai, ganz in der Nähe des Biosphärenreservats Urdaibai und etwa 60 Kilometer von Bilbao entfernt. Früher war Lekeitio ein beliebter Sommerort für Aristokraten und europäische Königshäuser, die hier Ruhe, Stil und Meeresluft suchten. Und ganz ehrlich: Ich kann’s total verstehen.

Das Herzstück des Ortes ist ohne Zweifel der kleine, wunderschöne Hafen – der zieht einen einfach sofort in seinen Bann. Besonders sehenswert ist das alte Fischerviertel mit dem alten Fischkutter Playa de Ondarzabal und der beeindruckenden Mole La Tala, wo man dem wilden Rauschen des Kantabrischen Meeres lauschen kann.

Wenn du schon mal da bist, solltest du dir auch das hübsche historische Zentrum nicht entgehen lassen: Dort wartet zum Beispiel der Leuchtturm von Santa Catalina, in dem heute ein kleines Museum zur Navigationstechnik untergebracht ist. Ebenfalls sehenswert sind die Basilika Santa María de la Asunción, das Kloster Santo Domingo sowie die kleinen Strände Karraspio oder der zentral gelegene Isuntza – beide ideal für eine entspannte Pause am Meer.


Was hältst du von diesem Artikel mit meinen Tipps für das Baskenland? Vermisst du vielleicht den ein oder anderen Ort? Ich bin mir sicher, dass ja – aber wie ich ganz am Anfang schon gesagt habe: Es gibt hier einfach so viele sehenswerte Ecken, dass es fast unmöglich ist, alle in einem einzigen Artikel unterzubringen. Ich hoffe aber, dass diese Auswahl ein guter Einstieg ist, um Lust auf mehr zu machen und das Baskenland auf eigene Faust zu entdecken.