Es ist praktisch unmöglich, das Baskenland zu besuchen und sich nicht komplett darin zu verlieben – und San Sebastián ist da keine Ausnahme. Die Stadt ist weltberühmt für ihre fantastische Gastronomie, die zu den besten Spaniens (und sogar der Welt) gehört. Aber das ist noch längst nicht alles: San Sebastián bietet eine Kulisse wie aus dem Film, mit dem legendären Strand La Concha, einer lebendigen Altstadt und einem traumhaften Mix aus Stadt und Bergen.

Wir haben dir 13 Orte rausgesucht, die du an einem Tag in San Sebastián gesehen haben solltest – Orte, die wir selbst erlebt und geliebt haben und die dich ganz bestimmt auch begeistern werden.

Kleiner Hinweis: Dieser Artikel ist – wie immer – sehr persönlich. Alles, was du hier liest, basiert auf unseren eigenen Erfahrungen in Donostia, wie die Stadt auf Baskisch heißt. Es ist keine vollständige Liste, sondern einfach unsere liebsten Ecken und Tipps, um dir den Einstieg in diese wunderschöne Stadt zu erleichtern.

Lust auf eine kleine Entdeckungstour durch San Sebastián? Dann komm mit – ich zeig’s dir.


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Der Monte Igueldo

San Sebastián hat viele Aussichtspunkte, aber keiner ist so spektakulär wie der Monte Igueldo. Er liegt im Westen der Stadt und ragt etwa 190 Meter hoch über dem Meeresspiegel. Und der Weg nach oben? Ein Erlebnis für sich! Denn am besten fährt man mit der nostalgischen Standseilbahn hinauf, die bereits 1912 von Königin María Cristina von Habsburg eingeweiht wurde.

Oben angekommen erwartet dich ein atemberaubender Panoramablick über die Bucht von La Concha. An klaren Tagen kannst du rechts sogar bis zum Leuchtturm von Biarritz blicken, und links siehst du ganz nah das «Mäuschen von Getaria» und weiter hinten das Kap Matxitxako. Und als wäre das noch nicht genug, gibt’s hier oben auch noch einen kleinen Freizeitpark im nostalgischen Belle-Époque-Stil – charmant, altmodisch und perfekt für ein paar Fotos mit Vintage-Flair.

⏱️ Fahrzeiten & Preise der Standseilbahn Monte Igueldo

Die Talstation befindet sich an der Plaza del Funicular. Die Bahn fährt täglich von 11:00 bis 20:00 Uhr, alle 15 Minuten. Ein Hin- und Rückfahrticket kostet 4,50 € für Erwachsene und 2,50 € für Kinder. Eine einfache Fahrt gibt’s für 3,05 € (Erwachsene) bzw. 1,50 € (Kinder). Wer lieber zu Fuß oder mit dem Auto hoch will, zahlt oben am Eingang zum Aussichtspunkt 2,50 € Eintritt pro Person.


Der Strand La Concha

Wohl kein Ort steht so sehr für San Sebastián wie die Playa de la Concha – ein echtes Wahrzeichen der Stadt und eines der bekanntesten Strandbilder ganz Spaniens. San Sebastián hat insgesamt drei Strände (die anderen beiden sind Ondarreta und Zurriola), aber die Concha ist definitiv der beliebteste und meistbesuchte. Sie liegt direkt in der Stadt und zieht sich über zwei Kilometer – vom Hafen und den Alderdi-Eder-Gärten bis zu den Hängen des Monte Igueldo.

Ich liebe dieses leicht nostalgische Bäderflair, das hier überall zu spüren ist: die wunderschöne weiße Balustrade, die den Strand vom Spazierweg trennt, die klassischen Laternen – einfach schön. Am besten spaziert ihr gemütlich an der Promenade entlang oder gönnt euch einen Kaffee im traditionsreichen Hotel de Londres. Die Aussicht durch die große Glasfront auf die Bucht ist wirklich einzigartig – ein kleiner Luxusmoment mitten im Stadttrubel.

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Der Miramar-Palast

San Sebastián war lange Zeit der Lieblingsort der spanischen Königsfamilie, wenn es um Sommerurlaube ging – und hat sich dadurch zu einem der aristokratischsten und elegantesten Ferienorte Spaniens entwickelt. Es war Königin Isabel II., die im 19. Jahrhundert mit der Tradition begann, in Donostia den Sommer zu verbringen. Später setzte ihre Schwiegertochter, die Regentin Maria Cristina von Habsburg (Ehefrau von Alfonso XII.), diese Gewohnheit fort.

Kein Wunder also, dass sie sich dieses privilegierte Fleckchen zwischen dem Strand von La Concha und dem von Ondarreta aussuchte, um ihren Sommersitz zu errichten: den Miramar-Palast. Das im englischen Stil erbaute Anwesen wurde 1893 eingeweiht, diente als königliche Sommerresidenz und ist heute von wunderschön gepflegten Gärten umgeben, die für alle frei zugänglich sind – perfekt für einen kleinen Spaziergang mit Meeresblick.


Die Altstadt von San Sebastián – der meistbesuchte Ort der Stadt

Die Altstadt von Donostia ist fast wie eine eigene kleine Stadt inmitten der großen. Sie liegt direkt am Fuße des Monte Urgull, eingebettet zwischen dem Hafen, dem Fluss Urumea und dem Viertel Gros. Das Herzstück dieser Altstadt ist die Plaza de la Constitución, wo auch die wichtigsten lokalen Feste gefeiert werden.

Hier findest du außerdem die Basilika Santa María sowie die Kirche San Vicente, das älteste Gotteshaus der Stadt. Besonders schön: Vor der Kirche steht eine Skulptur von La Piedad, erschaffen von Jorge Oteiza. Drinnen solltest du unbedingt einen Blick auf das romanische Altarbild, die beeindruckende romantische Orgel von Cavallé-Coll und die farbenfrohen Glasfenster werfen.

Aber das Beste, was du in der Altstadt von San Sebastián machen kannst? Einfach durch die Gassen schlendern, ohne Plan, und dich treiben lassen. Dabei kommst du garantiert an unzähligen Bars und Restaurants vorbei – und ganz ehrlich: ohne ein paar Pintxos gegessen zu haben, kannst du Donostia einfach nicht verlassen.


Der Windkamm – El Peine del Viento

Der Windkamm (El Peine del Viento) wurde 1977 am westlichen Ende des Ondarreta-Strandes installiert und hat sich seitdem zu einem der bekanntesten Wahrzeichen von San Sebastián entwickelt. Die beeindruckende Skulpturengruppe stammt vom berühmten baskischen Künstler Eduardo Chillida und besteht aus drei massiven Stahlskulpturen, die direkt in den Felsen verankert sind – und den Wellen des wilden Kantabrischen Meers trotzen.

Es ist wirklich faszinierend zu sehen, wie die Brandung mit voller Kraft gegen die Skulpturen donnert – und gleichzeitig hat man von hier einen atemberaubenden Blick auf die Bucht von La Concha. Für mich ist das einer der schönsten Orte in ganz Donostia, gerade weil sich hier Naturgewalt und Kunst auf so beeindruckende Weise verbinden.

Übrigens: Das ist nicht das einzige Werk von Chillida, das du in San Sebastián entdecken kannst. Direkt an der Promenade von La Concha findest du seine Skulptur „Homenaje a Fleming“ und auf dem Aussichtspunkt Pico del Loro steht das Werk „Abrazo“.


Die Basilika Santa María del Coro

An der Kreuzung der Calle Mayor mit der Calle 31 de Agosto, mitten in der Altstadt, steht eines der wichtigsten Bauwerke, das man in San Sebastián gesehen haben muss: die Basilika Santa María del Coro, die Mutterkirche der Stadt. Wenn man rechts in die Ferne schaut, erkennt man die Silhouette der Kathedrale Buen Pastor. Was sofort auffällt: Man kann sie gar nicht in ihrer ganzen Pracht bewundern – schlicht, weil der Platz dafür fehlt. Man sagt sogar, der Architekt habe sich das Leben genommen, als er das Ergebnis mit eigenen Augen sah.

Der Bau der Kirche, die zu Ehren der Schutzpatronin der Stadt errichtet wurde, wurde 1774 abgeschlossen. Sie wurde überwiegend im Barockstil gebaut, enthält aber viele verschiedene Elemente: das Rokoko-Portal, gotische Gewölbe und eine prachtvolle churriguereske Fassade – die meiner Meinung nach das absolute Highlight ist. Alles in allem: ein beeindruckendes und ehrwürdiges Gotteshaus.


Das Museum San Telmo

Direkt neben dem Monte Urgull und der schönen Kirche San Vicente liegt auf der Plaza Zuloaga das San-Telmo-Museum – für mich ein weiterer Pflichtbesuch in San Sebastián. Es ist nämlich das älteste Museum des Baskenlandes! Untergebracht in einem ehemaligen Dominikanerkloster aus dem 16. Jahrhundert, das später als Artilleriekaserne diente, beherbergt es heute das Museum für baskische Gesellschaft und Identität.

Das Ziel? Die Geschichte und Kultur der baskischen Gesellschaft lebendig machen. Besonders sehenswert im Inneren sind der Renaissance-Kreuzgang und die alte Klosterkirche. Dort findest du ein echtes Highlight: das monumentale Altarbild vom katalanischen Künstler Josep María Sert, das eine kraftvolle Allegorie auf das baskische Volk darstellt.

Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet – im Winter von 10:00 bis 19:00 Uhr, im Sommer bis 20:00 Uhr. Der Eintritt kostet 6 €, ermäßigt 4 €, und dienstags ist der Eintritt sogar kostenlos.


Die Kathedrale Buen Pastor

Wenn du die Calle Valentín Olano entlanggehst, kommst du zur Plaza de Bilbao – und von dort aus siehst du sie schon: die Kathedrale del Buen Pastor, die größte Kirche von ganz San Sebastián. Sie wurde im Jahr 1897 eingeweiht und ist im neugotischen Stil erbaut. Mit ihrem 75 Meter hohen Turm ist sie praktisch von überall in der Stadt aus sichtbar. Von außen wirkt sie wirklich beeindruckend – innen allerdings muss ich ehrlich sagen, ist sie eher schlicht und nichts, was mich besonders gefesselt hätte.

Was mir aber gefällt: Von der Kathedrale aus kannst du in alle möglichen Richtungen losspazieren. Wenn du vor dem Hauptportal stehst, siehst du in der Ferne die Basilika Santa María. Gleich nebenan an der Calle San Martín befindet sich der Justizpalast. Und mein Tipp: Lass dich einfach ein bisschen treiben, schlendere durch die Altstadt und beende den Spaziergang zum Beispiel auf der Plaza de la Constitución, wo heute die Stadtbibliothek untergebracht ist, oder auf der lebhaften Plaza de Gipuzkoa – einer meiner Lieblingsplätze in der ganzen Stadt.


Der Monte Urgull und das Castillo de la Mota

Im nördlichsten Teil der Stadt, direkt hinter der Altstadt, erhebt sich der Monte Urgull – ein 120 Meter hoher Hügel, der von der Burg Castillo de la Mota gekrönt wird. Diese wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut und diente vor allem zur Verteidigung. Der schönste Weg nach oben beginnt an der Kirche Santa María del Coro, von dort aus führt dich der sogenannte Paseo de los Curas gemütlich bis zur Spitze.

1950 wurde oben auf der Festung eine riesige Skulptur des Heiligen Herzens aufgestellt, die heute von fast überall in Donostia sichtbar ist. Von hier oben hast du einen fantastischen Ausblick auf die Bucht La Concha und die Insel Santa Clara. Besonders spannend fand ich den Friedhof der Engländer – er liegt versteckt auf dem Hügel und ist für mich einer der romantischsten und ruhigsten Orte in der Stadt. Beim Abstieg kannst du dann noch am Konvent Santa Teresa vorbeikommen, dem vermutlich ältesten Gebäude von San Sebastián.


Häufige Fragen zu Sehenswürdigkeiten in San Sebastián und Umgebung

Was sind die absoluten Highlights in San Sebastián?
Da gibt es einiges! Aber wenn ich mich festlegen müsste, dann solltet ihr auf keinen Fall den Strand La Concha, das Peine del Viento, die Fahrt auf den Monte Igueldo, den Palacio de Miramar, die Altstadt von San Sebastián, das San-Telmo-Museum, die Basilika Santa María del Coro, die Kathedrale Buen Pastor und den Monte Urgull verpassen.

Was gibt es rund um San Sebastián zu entdecken?
Für mich lohnen sich mehrere Ausflüge von Donostia aus. Ganz oben auf der Liste: Bilbao und Vitoria-Gasteiz. Aber auch das französische Baskenland ist nicht weit – mit Orten wie Hendaye, Saint-Jean-de-Luz, Bayonne oder Biarritz. Und natürlich ist die baskische Küste rund um San Sebastián ein Traum: Orio, Zarautz, Getaria, Zumaia, Deba und Mutriku sind alle einen Besuch wert.

Was sollte man in San Sebastián und Umgebung auf keinen Fall verpassen?
Ganz klar: Ein Spaziergang entlang der La Concha und ein Bummel durch die Altstadt sind ein Muss. Für den besten Ausblick geht’s rauf zum Monte Igueldo. Und wenn ihr Zeit für einen Abstecher habt: Bilbao ist immer eine Reise wert, in Frankreich lieben wir besonders Biarritz, und an der Küste gefallen mir Zarautz, Getaria und Mutriku besonders gut.


Damit endet unsere kleine Tour durch das Schönste, was man an einem Tag in San Sebastián erleben kann. Ich gebe zu: Diesmal war die Auswahl besonders schwer – denn Donostia gehört zu diesen Städten, die einfach alles haben, was ich liebe: Kultur, gutes Essen und beeindruckende Natur.

Natürlich reicht ein einziger Tag kaum aus, um alles zu entdecken. Ideal sind vier bis fünf Tage, um auch die Umgebung entspannt erkunden zu können. Ich hoffe, dieser kleine Guide hat euch gefallen – und wenn ihr Lust auf mehr bekommen habt, schaut euch auch gern meine anderen Artikel über die schönsten Orte rund um San Sebastián an.