Ich war schon unzählige Male in Santander und kenne die Stadt wie meine Westentasche. Kantabrien gehört zu meinen absoluten Lieblingsregionen in Spanien.
Mit Blick auf das Kantabrische Meer hat es die Hauptstadt Kantabriens geschafft, Geschichte, Kultur und Strandurlaub wie kaum eine andere Stadt miteinander zu verbinden. Klar, dass es hier eine Menge zu entdecken gibt – deshalb habe ich 9 Orte ausgesucht, die du dir in Santander an nur einem Tag anschauen kannst. Ein super Einstieg, um das Beste der Stadt kennenzulernen. Na, bist du dabei?
Ganz ehrlich: Es sind jetzt neun geworden, aber es könnten locker noch viel mehr sein. Diese Liste will gar nicht jeden einzelnen Ort in Santander abdecken – das wäre auch gar nicht machbar. Ich möchte dir einfach meine ganz persönliche Sicht zeigen und dir die Highlights vorstellen, die mir besonders am Herzen liegen. Damit du die Essenz dieser tollen Stadt spüren kannst.
🙋♂️ Ein Tipp von Carlos
Wenn du – wie ich – nicht nur die Städte erkunden, sondern auch die schönsten Ecken im grünen Norden Spaniens entdecken willst, dann brauchst du definitiv ein Auto.
Die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren zwar ganz gut, aber sie bringen dich längst nicht überall hin.
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Contents
- 1 Der Strand von El Sardinero – das Herzstück von Santander
- 2 Die Plaza Porticada
- 3 Das Maritim-Museum – Museo Marítimo del Cantábrico
- 4 Die Kathedrale von Santander
- 5 Der Mercado de la Esperanza – das Herz des Stadtlebens
- 6 Das Centro Botín – eines der spannendsten Highlights in Santander
- 7 Die Jardines de Pereda – ein Klassiker in Santander
- 8 Der Palacio de la Magdalena – königliche Sommerfrische mit Meerblick
- 9 Der Leuchtturm Cabo Mayor – Meer, Wind und Kunst
Der Strand von El Sardinero – das Herzstück von Santander

Santander ist gesegnet mit einer Vielzahl von Stränden, die sich entlang der Küste des Kantabrischen Meeres erstrecken. Unter ihnen sticht El Sardinero hervor – der bekannteste und größte Strand der Stadt. Tatsächlich handelt es sich um zwei Strände: die Primera Playa de El Sardinero und die Segunda Playa de El Sardinero, getrennt durch die malerischen Jardines de Piquío, die einen herrlichen Aussichtspunkt über das Meer bieten.
Mit ihrem feinen, goldenen Sand und der eleganten Promenade sind diese Strände ein Muss für jeden Besucher. Ob zum Sonnenbaden, Spazierengehen oder einfach nur zum Genießen der Meeresbrise – hier findet jeder seinen Platz.
Aber das ist noch nicht alles! Santander bietet weitere beeindruckende Strände:
Playa de los Peligros: Nur einen Steinwurf vom Stadtzentrum entfernt, bietet dieser Strand ruhiges Wasser, ideal für Familien und diejenigen, die eine entspannte Atmosphäre suchen.
Playa de la Magdalena: Gelegen an der gleichnamigen Halbinsel, zeichnet sich dieser Strand durch seine ruhigen Gewässer und die Nähe zum Palacio de la Magdalena aus – perfekt für einen kombinierten Kultur- und Strandtag.
Playa de los Bikinis: Ein kleiner, aber historisch bedeutender Strand, benannt nach den ersten Bikini-Trägerinnen, die hier in den 1960er Jahren auftauchten. Ein ruhiger Ort, um dem Trubel zu entkommen.
Wenn du mehr über diese und andere Strände erfahren möchtest, schau dir unseren ausführlichen Artikel über die besten Strände in Kantabrien an!
Die Plaza Porticada

Die Plaza Porticada (offiziell: Plaza de Pedro Velarde) erinnert ein bisschen an die großen „Plaza Mayor“ aus dem spanischen Inland – allerdings mit einem neoklassizistischen Touch, der sie wirklich besonders macht. Der hübsche Steinboden, die Arkaden und die eleganten Fassaden machen sie zu einem unserer Lieblingsplätze in Santander.
Sie liegt nur ein paar Schritte vom Rathaus und den Jardines de Pereda entfernt – also mitten im Herzen der Stadt – und ist einfach rundum charmant. Entstanden ist sie nach dem Großbrand von 1941, der weite Teile Santanders zerstörte. Im Süden der Plaza findest du ein Denkmal für Pedro Velarde, einen der Anführer des spanischen Aufstands vom 2. Mai.
Kleiner Fun Fact: Bei den letzten Renovierungsarbeiten hat man Überreste der alten Stadtmauer und sogar einen Luftschutzbunker aus dem Bürgerkrieg entdeckt. Ziemlich spannend!
Das Maritim-Museum – Museo Marítimo del Cantábrico

Wenn du Santander verstehen willst, musst du das Kantabrische Meer verstehen – eins geht ohne das andere nicht. Und genau deshalb ist das Museo Marítimo del Cantábrico (MMC) auch so ein spannender Ort. Für uns definitiv eines der Highlights in Santander!
Das Museum liegt gleich links von der Playa de los Peligros und nimmt dich mit auf eine Zeitreise durch die maritime Geschichte der Region. Du erfährst, wie die ersten Kantabrier am Meer lebten, kannst Schiffsmodelle bestaunen und sogar Fischskelette anschauen (ja, klingt seltsam – aber ist echt cool gemacht!). Und von der obersten Etage hast du einen mega Ausblick über die ganze Bucht.
🕓 Öffnungszeiten MMC
- 1. Mai bis 30. September: Dienstag bis Sonntag von 10:00–19:30 Uhr
- 1. Oktober bis 30. April: Dienstag bis Sonntag von 10:00–18:00 Uhr
🎟️ Eintritt
- Normal: 8 €
- Ermäßigt: zwischen 5 € und 6 €
- Sonntags ab 14:00 Uhr: kostenlos! (Aber Achtung: Vorherige Reservierung erforderlich)
⛵ Tipp: Bootstour durch die Bucht von Santander
Bevor wir weitermachen, noch ein Erlebnis, das wir echt empfehlen können: Eine Bootsfahrt durch die Bucht von Santander. In nur einer Stunde bekommst du einen ganz anderen Blick auf die Stadt – vom Wasser aus! Eine entspannte und wunderschöne Art, Santander kennenzulernen. Absolut lohnenswert!
Die Kathedrale von Santander

Das wichtigste religiöse Gebäude der Stadt ist die Kathedrale „La Asunción de Nuestra Señora“ – ein gotischer Bau, der eher wie eine Festung aussieht als wie eine typische Kirche. Der Bau begann bereits im 13. Jahrhundert, aber im Laufe der Zeit wurde sie immer wieder erweitert und umgebaut. Die letzte große Renovierung fand im 20. Jahrhundert statt, nach dem verheerenden Brand, der 1941 das Stadtzentrum zerstörte.
Das Besondere: Eigentlich sind es zwei Kirchen übereinander. Oben befindet sich die eigentliche Kathedrale, während sich unten die schlichte, aber eindrucksvolle Iglesia del Santísimo Cristo befindet, die man über eine Steintreppe vom hübschen Kreuzgang aus erreicht. Und wer hoch hinaus will – im Glockenturm gibt’s nicht nur tolle Ausblicke, sondern auch das Interpretationszentrum zur Stadtgeschichte zu entdecken. Übrigens: Der bekannte Schriftsteller Menéndez Pelayo liegt hier begraben.
🕓 Öffnungszeiten der Kathedrale
- Montag bis Freitag: 10:00–13:00 Uhr & 16:30–19:00 Uhr
- Samstags: geöffnet bis 10:00 Uhr
- Sonntag & Feiertage: 10:00–13:30 Uhr & 17:00–21:00 Uhr
🎟️ Eintrittspreise
- Normales Ticket: 5 €
- Eintritt zur Turmbesichtigung: 7 €
- Ermäßigt: 3 € bzw. 5 € für die Turmbesichtigung
Der Mercado de la Esperanza – das Herz des Stadtlebens

Wenn du das echte Santander erleben willst, dann musst du durch den Mercado de la Esperanza schlendern – den zentralen Markt der Stadt. Hier bekommt man ein gutes Gefühl dafür, wie die Einheimischen leben, einkaufen und kochen. Der Markt wurde 1904 eröffnet und ist ein echtes Beispiel für den Baustil jener Zeit: viel Eisen und Glas, industriell, aber elegant.
Der Markt hat zwei Etagen, in denen sich die verschiedensten Stände aneinanderreihen. Aber – wenig überraschend in einer Stadt am Meer – die Stars hier sind eindeutig Fisch und Meeresfrüchte. Frischer geht’s kaum!
Perfekt auch, um typische Produkte der Region zu kaufen, wie zum Beispiel Käse aus Kantabrien oder die berühmten kantabrischen Sardellen. Der Markt liegt direkt im Stadtzentrum – ideal also, um danach noch über die Plaza del Ayuntamiento zu bummeln, wo sich das Rathaus befindet, oder einen kurzen Abstecher zur kleinen Kirche San Francisco de Asís zu machen, die gleich in der Nähe ist.
🌄 Noch Lust auf mehr? Drei Top-Ausflüge rund um Santander
Wenn du dem Stadttrubel kurz entfliehen willst und ein bisschen Natur und traumhafte Orte erleben möchtest, dann sind diese Touren hier echte Highlights:
- 🏞️ Tour durch die Picos de Europa – Natur pur und spektakuläre Berglandschaften
- 🏰 Tagesausflug nach Comillas & El Capricho de Gaudí – modernistische Architektur mitten in Kantabrien
Das Centro Botín – eines der spannendsten Highlights in Santander

Unser Spaziergang durch das schöne Santander startet direkt mit einem echten Hingucker: dem Centro Botín. Das Kulturzentrum wurde 2017 eröffnet und ist sowohl von außen als auch von innen absolut sehenswert. Direkt am Meer gelegen, mit Blick auf die Bucht von Santander, steht dieses außergewöhnliche Gebäude an einem der besten Plätze der Stadt – entworfen vom renommierten Architekten Renzo Piano.
Drinnen erwartet dich eine spannende Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst – ab dem 20. Jahrhundert bis heute, mit Werken von Künstlern aus Spanien und dem Ausland. Wenn du also auf moderne Kunst stehst, ist das hier ein Muss! Und falls das nicht so dein Ding ist – macht nix. Allein der Blick von der Terrasse ist es wert, und im Café Centro Botín lässt sich bei einem Kaffee super entspannen (und natürlich ein schönes Foto schießen).
🕓 Öffnungszeiten Centro Botín
- Oktober bis Mai: Dienstag bis Freitag von 10:00–14:00 Uhr und 16:00–20:00 Uhr
- Wochenenden & Feiertage: 10:00–20:00 Uhr
- Juni bis September: Dienstag bis Sonntag durchgehend 10:00–21:00 Uhr
- Juli & August (auch montags): 10:00–21:00 Uhr
🎟️ Eintritt
- Normal: 8 € (9 € an der Kasse)
- Ermäßigt: 4 € (5 € an der Kasse)
Die Jardines de Pereda – ein Klassiker in Santander

Nur ein paar Schritte vom Centro Botín entfernt (und ganz nah an der Kathedrale von Santander) findest du die Jardines de Pereda – eine grüne Oase mitten in der Stadt, benannt nach dem berühmten Schriftsteller José María de Pereda, der im 19. Jahrhundert hier geboren wurde.
Die Gärten wurden 1905 eröffnet und sind heute ein beliebter Treffpunkt im Herzen von Santander. Hier steht auch ein Denkmal zu Ehren von Pereda, mitten im Park. Die Nähe zum Meeresufer und zum Kulturzentrum macht die Anlage besonders lebendig. Und das Beste: der traumhafte Blick aufs Kantabrische Meer.
Der Palacio de la Magdalena – königliche Sommerfrische mit Meerblick

Jetzt geht’s zu einem unserer absoluten Lieblingsorte in Santander: die Halbinsel La Magdalena. Ein riesiges, grünes Areal mit über 25 Hektar Fläche, voll mit schattigen Bäumen, kleinen Wegen, zwei Stränden (Playa de La Magdalena und Playa de los Bikinis) und einfach einem ganz besonderen Charme.
Das Highlight? Ganz klar der Blick auf die Bucht von Santander. Von hier siehst du auch die Isla de la Torre mit der Segelschule und die Isla de Mouro, auf der der Leuchtturm Cabo Menor steht – ein echtes Postkartenmotiv.
Außerdem gibt’s hier ein kleines Freilichtmuseum namens El Hombre y La Mar, das kostenlos besucht werden kann und den Expeditionen des santanderischen Seefahrers Vital Alsar Ramírez gewidmet ist. Und nicht zu vergessen: die Königlichen Stallungen, die heute als Studentenwohnheim der Universität Menéndez Pelayo dienen.
Doch das wahre Schmuckstück ist der Palacio de la Magdalena. Dieses Gebäude wurde der Königsfamilie Alfonso XIII. und Victoria Eugenia 1913 von der Stadt geschenkt – und diente ihnen bis 1930 als Sommerresidenz. Heute finden dort Kongresse, Tagungen und im Sommer auch die Kurse der Internationalen Universität Menéndez Pelayo statt.
🎟️ Eintritt
- Normal: 6 €
- Ermäßigt: 4 €
🏰 Geführte Tour durch den Park und den Palast von La Magdalena
Wenn du das Beste aus deinem Besuch herausholen willst, können wir dir nur wärmstens eine geführte Tour empfehlen. Sie dauert etwa zwei Stunden, startet direkt am Palast und endet am Denkmal von Félix Rodríguez de la Fuente – inklusive Eintritt in den Palacio de la Magdalena. Wirklich lohnenswert. Mach’s – du wirst es nicht bereuen!
Der Leuchtturm Cabo Mayor – Meer, Wind und Kunst

Im nördlichsten Teil der Stadt erhebt sich der Faro de Cabo Mayor, ein ikonischer weißer Leuchtturm, der majestätisch über den Klippen thront. Seit seiner Einweihung im Jahr 1839 leuchtet er 90 Meter über dem Meeresspiegel und bietet dir einen der schönsten Ausblicke über Santander und die raue Küste.
Früher war er für viele Seeleute das erste Zeichen, dass sie in Kantabrien angekommen waren – ein echtes Symbol für die maritime Geschichte der Stadt.
Heute befindet sich im ehemaligen Wohnhaus der Leuchtturmwärter das Kunstzentrum Faro de Cabo Mayor, mit Werken des kantabrischen Malers Eduardo Sanz sowie Ausstellungen anderer spanischer und internationaler Künstler – bereitgestellt von der Familie Sanz-Villar.
Du kannst den Leuchtturm mit dem Auto erreichen (schnell & bequem) oder zu Fuß von der Playa de El Sardinero aus laufen – dauert etwas länger, ist aber viel schöner, versprochen.
🏨 Wo übernachten in Santander? Unsere Tipps!
Santander hat eine große Auswahl an Hotels, aber man muss ehrlich sein: Im Sommer ist es nicht gerade günstig. Hier zwei Empfehlungen – je nachdem, was du suchst:
- 🏛️ Zentral & stilvoll: Das Soho Boutique Palacio de Pombo ist elegant, geschmackvoll und liegt mitten in der Stadt.
- 🌊 Strandnähe & Entspannung: Das Gran Hotel Sardinero ist unsere Wahl für alle, die beim Einschlafen dem Meer zuhören wollen.
✅ Was sollte man an einem Tag in Santander gesehen haben?
Ganz ehrlich: Es gibt jede Menge zu entdecken in Santander. Unsere Favoriten – die du auf keinen Fall verpassen solltest – sind das Centro Botín, die Jardines de Pereda, die Kathedrale von Santander, die Plaza Porticada, das Maritim-Museum, der Strand El Sardinero, der Palacio de la Magdalena und natürlich der Leuchtturm Cabo Mayor.
✅ Was sind die absoluten Highlights in Santander?
Unsere persönlichen Must-Sees? Ganz klar: das Centro Botín, die Kathedrale, die Plaza Porticada, der Strand von El Sardinero, das Maritim-Museum, der Faro de Cabo Mayor, die Jardines de Pereda und der Palacio de la Magdalena. Jeder dieser Orte hat seinen ganz eigenen Charme.
✅ Wie viele Tage braucht man, um Santander kennenzulernen?
Auch wenn Santander viel zu bieten hat, ist die Stadt überschaubar. Ein voller Tag reicht aus, um einen richtig guten ersten Eindruck zu bekommen. Natürlich: Wenn du Zeit hast, lohnt es sich total, auch die Strände, kleinen Dörfer und versteckten Ecken Kantabriens zu erkunden – aber für Santander selbst reicht ein Tag auf jeden Fall.
Und damit endet unser kleiner Rundgang durch das charmante Santander – eine Stadt, in die wir uns komplett verliebt haben. Warum? Weil sie diesen eleganten, fast nostalgischen Flair hat – und gleichzeitig mit Stränden, Natur, Geschichte und Kultur einfach alles bietet, was man sich wünschen kann.